Erfolgreiche klassenkämpferische und revolutionäre Demonstration in Köln

Wir möchten euch die Auswertung des Arbeitskreis Erster Mai zur gelungenen Demonstration natürlich nicht vorenthalten:

Der erste Mai ist der Kampftag der Arbeiter:innen Klasse, unserer Klasse. Heute haben wir mit einer Demonstration unter dem Motto “Für eine Zukunft ohne Krisen – Für Klassenkampf und Revolution” dem Kapitalismus den Kampf angesagt. Für uns war die Demonstration der erfolgreiche Abschluss von einem Monat Mobilisierung und Aktionen. An der Auftaktkundgebung haben ungefähr 450 Menschen teilgenommen, bei der Abschlusskundgebung war die Demonstration auf 600 bis 700 Teilnehmer:innen angewachsen. Für uns ein klares Zeichen, dass unsere Forderungen nach der Enteignung aller Krankenhäuser und Pharmakonzernen genauso wie unsere Perspektive der Abschaffung des Kapitalismus auch in der Bevölkerung geteilt werden.

Wir schauen heute auf einen erfolgreichen Tag mit vielfältigen Aktionen in Köln zurück. Schon morgens um 8 Uhr startete eine militante Spontandemonstration durch Köln-Sülz (vorheriger Post). Wenig später begann die erste angemeldete Demonstration des Tages, organisiert von einem breiten Bündnis kommunistischer Organisationen. Im Verlauf der Demo wurde der Block der kurdischen Genoss:innen von der Polizei angegriffen, einige von ihnen und auch solidarische Teilnehmer:innen wurden verhaftet und für einige Zeit im Knast festgehalten. Wir sind solidarisch mit allen von Repression Betroffenen. Auf der Kundgebung der Gewerkschaften wurden zahlreiche Flyer für ein linkes Zentrum verteilt und Kontakte geknüpft. Schließlich startete um 17:00 unsere eigene Demonstration.

Im Monat vor dem ersten Mai haben wir einen Schritt auf die Klasse zu gemacht: Wir haben vor Krankenhäusern, Berufsschulen und auf den Straßen geflyert, eine Aktion vom Arbeiter:innen und Azubi Kollektiv vor der ÜBL unterstützt und eine Kundgebung zum Thema Gastronomie und COVID-19 veranstaltet, auf der Betroffene berichtet haben. Wir haben unsere eigenen Flyer und Plakate genutzt. die erste Mai Zeitung von Perspektive Kommunismus verteilt, andere Initiativen eingebunden und viele Gespräche mit den Verlierer:innen des Kapitalismus geführt.

Unsere Demonstration begann mit einer Rede vom Arbeitskreis erster Mai, dem Organisationskreis der Demonstration. Um kurz die Inhalte zusammen zu fassen: Die Situation in der Pflege, in den KITA’s und den Krankenhäusern ist prekär und wird jeden Tag schlimmer. Die Konzerne bleiben auf, während das Leben der lohnabhängigen Klasse immer weiter eingeschränkt wird. Die Politik agiert nicht planlos, sondern ignoriert die Bedürfnisse und die Gesundheit der Menschen, um die Profite zu garantieren. Der Kapitalismus ist nicht in der Lage eine Antwort auf die Probleme der Bevölkerung zu geben. Das Schlusswort spricht für sich: “Wir fordern nicht nur die Enteignung aller Krankenhäuser und Pharmakonzerne, der ganze Scheißkapitalismus muss weg.”

Weitere Reden zum Bildungssystem, Corona und Kapitalismus von den Falken, zur gesellschaftlichen Perspektive von der kommunistischen Linken, von der Initiative für ein linkes Zentrum und das Grußwort von Perspektive Kommunismus sorgten für klassenkämpferische und revolutionäre Inhalte.

Die Demonstration selber wurde an vielen Stellen mit vielfältigen Aktionen bereichert: Tapeten wurden am Krankenhaus (“Guter Pflege steht Profit im Wege”) und in der Straße der Hausbesetzung von 2019, der Dieselstraße 15 (“keine Profite mit der Miete”), aufgehängt. Weitere Aktionen, die in der Vergangenheit entlang der Route gelaufen sind, wurden thematisiert. Solidarische Anwohner:innen hängten entlang der Route ein Transparent aus dem Fenster: “Gegenmacht aufbauen!”. Die kämpferische Haltung der Demonstration und ihre Feindschaft zum Staat wurde durch den wiederholten Einsatz zahlreicher Rauchtöpfe und Pyrotechnik und einer Auseinandersetzung mit der Polizei unterstrichen. Es wurde klar: Wir kämpfen gegen den Kapitalismus und unsere Praxis wird nicht von den Herrschenden bestimmt. Wir bauen Gegenmacht von unten auf!

Wie wir schon gesagt haben, vergrößerte sich die Demonstration im weiteren Verlauf. Anwohner:innen und Passant:innen teilten unsere Forderung und wurden vom Ausdruck angesprochen. Am Rand der Demonstration wurde die erste Mai Zeitung von Perspektive Kommunismus hundertfach verteilt. Auf der Abschlusskundgebung wurden Reden von der kommunistischen Jugend, Kameras stoppen und dem Ladenkollektiv der linken Kneipe “Trash-Chic” zur Lage der Gastronomie gehalten. Außerdem wurde ein Ausblick auf die antifaschistische Kampagne zur Bundestagswahl gegeben und das Versprechen gemacht: Auch nächstes Jahr wird es eine erste Mai Demonstration von uns geben!

Gegen den Kapitalismus, für Klassenkampf und Revolution!

Revolutionäre Gegenmacht aufbauen!

Klassenkämpferische Demonstration in Köln

Natürlich wird es demnächst auch in Köln Gelegenheit geben die Zeitung von Perspektive Kommunismus zum ersten Mai zu lesen (nur in Köln mit dem Krisenzeitung-Einleger erhältlich!). Auch die bundesweiten Plakate werden trotz Ausgangsperre an vielen Wänden zu finden sein. Was aber noch wichtiger ist: In Köln wird eine klassenkämpferische und revolutionäre Demonstration stattfinden – die wird 17:00 am Wiener Platz starten und ist organisiert vom “Arbeitskreis Erster Mai“. Wir spiegeln hier deren Flyertext und rufen Alle dazu auf sich an den Aktionen zu beteiligen!

„Die Krise trifft uns alle!“- Ein Satz, den wir im vergangenen
Jahr zu oft gehört haben.

Ein Satz, der die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft versteckt. Ein Satz der Solidarität vorgibt, unsolidarischer aber wohl nicht sein kann. Ein Satz der sich mit Kindern in einer Zweizimmer Wohnung ganz anders anhört, als in einer Villa am Strand. Die Frage bleibt: Gibt es Leute die von der Krise profitieren? Natürlich gibt es die – aber du gehörst wahrscheinlich nicht dazu.

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Erste Mai Zeitung erschienen!

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Die Genoss:innen von Perspektive Kommunismus schreiben dazu:

In den Artikeln werfen einen Blick auf die unterschiedlichen Klasseninteressen, die in der Krisenentwicklung immer deutlicher zum Vorschein kommen, auf die aktuelle Bedeutung von Arbeitskämpfen und auf die Krise im Sozial- und Gesundheitswesen, die insbesondere auf dem Rücken von lohnabhängigen Frauen ausgetragen wird. Außerdem befassen wir uns mit der gefährlichen Illusion einer grünen Profitwirtschaft und  den rechten Ambitionen der Problembehörde Polizei. Einen Blick zurück werfen wir mit Beiträgen zum revolutionären Aufstand der Pariser Kommune vor 150 Jahren und zum Kampf gegen das Abtreibungsverbot in Deutschland, der ebenfalls seit 150 Jahren an der Tagesordnung ist.